Ständig unterwegs zu den Metropolen der Welt, ein sechsstelliges Jahresgehalt und gesellschaftliche Anerkennung – das macht den Beruf des Piloten zu einem Traumberuf für viele. Bereits kleine Jungen wollen nur eines: Pilot werden. Der Weg ins Cockpit allerdings ist lang und hart. Wir verraten Ihnen, wie Sie ihren Traum verwirklichen – und Pilot werden können.

Wie werde ich Pilot – wer bildet eigentlich Piloten aus?

Wenn Sie nicht nur Segelflieger steuern, sondern riesige Jets fliegen wollen, müssen Sie sich an einer der großen Flugschulen bewerben, die meistens von den Fluglinien selbst unterhalten werden. Die berühmteste Einrichtung in Deutschland ist die Schule der Lufthansa, die einst ein staatliches Unternehmen war. Sie bietet knapp 270 Plätze an. Die Ausbildung kostet zwischen 60 000 und 150 000 Euro, die meist von den großen Linien vorfinanziert werden. Aber auch die Bundeswehr bildet Piloten aus.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Die Frage: Wie werde ich Pilot? – sie stellen sich viele Menschen. Entsprechend begehrt sind die Plätze. Zudem müssen Piloten körperlich und psychisch hoch belastbar sein. So ist das Auswahlverfahren für die Pilot Ausbildung sehr hart. Künftige Piloten müssen nachweisen, dass sie Verständnis für Physik und Mathematik, für Informatik und Technik haben. Beste Chancen haben Menschen, die schon ein Ingenieursstudium abgeschlossen haben. Bewerber müssen zudem eine schnelle Auffassungsgabe, hohe Konzentrationsfähigkeit, schnelles Handeln und einen scharfen Blick unter Beweis stellen. Zum Eignungstest gehören Interviews unter Stress, ein Wissenstest und ein Assessment Center, wo Sie von vielen erfahrenen Ausbildern beobachtet und beurteilt werden.

Was lerne ich und wie lange dauert die Pilot Ausbildung?

Die klassische Ausbildung dauert zwei Jahre. Möglich ist es heute auch, sie mit einem Bachelorstudiengang zu verbinden, was vier Jahre in Anspruch nimmt. Die Absolventen sind dann Piloten und Ingenieure zugleich. Egal, für welche Richtung Sie sich entscheiden – Sie lernen von Mathematik über Strömungsphysik, Meteorologie, Elektrotechnik, Luftrecht und Aerodynamik bis hin zur Psychologie alles, was Sie für den verantwortungsvollen Job in 11 000 Metern Höhe brauchen. Dazu kommt eine Praxisausbildung, die etwa ein Jahr dauert und zum Teil in richtigen Maschinen, zum größten Teil aber im Simulator abgehalten wird. Dort können Sie Start, Landung und Flugablauf solange üben, bis Sie bereit sind, ins Cockpit einer Verkehrsmaschine zu wechseln.

Was sind meine Perspektiven nach der Ausbildung?

Zunächst steigen Sie als so genannter Second Officer ins Cockpit ein. Das bedeutet: Ein erfahrener Trainingskapitän ist voll verantwortlich, ein First Officer der offizielle Co-Pilot – und Sie schauen zu und übernehmen erste Handgriffe. Diese Phase dauert etwa 130 Flugstunden. Das nächste Ziel ist dann der First Officer – also der Co-Pilot, der zusammen mit dem Kapitän alle Entscheidungen trifft, die über den Wolken so anfallen. 5 000 Flugstunden in drei bis fünf Jahren müssen Sie so absolvieren – dann können Sie als nächstes Senior First Officer werden. Als solcher fliegen Sie auf Langstrecken, vertreten den Kapitän selbstständig in dessen Ruhephasen und übernehmen immer mehr Aufgaben – mit dem Ziel, selbst auf den begehrten Chefsessel zu wechseln. Das passiert nach acht bis zwölf Jahren und einer speziellen Zusatzausbildung für Kapitänsanwärter.

Was verdiene ich als Pilot?

Ihre finanziellen Aussichten sind rosig. Das Pilot Gehalt beginnt bei 60 000 Euro für First Officer. Gezahlt wird nach dem Senioritätsprinzip, das heißt: Je länger Sie arbeiten, desto mehr Geld gibt es. Das höchste Pilot Gehalt wird für Kapitäne gezahlt, bis zu 150 000 Euro. Wie viel Sie verdienen, hängt aber auch davon ab, wo Sie arbeiten. Große Fluglinien zahlen mehr, kleine Charterfirmen weniger.

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