Seit einigen Wochen ist der Streik vom Flughafen Frankfurt in den Schlagzeilen der nationalen und internationalen Medien.

Der Streik heißt Vorfeld-Streik, weil er ausschließlich die Vorfeldarbeiter betrifft. Vorfeldarbeiter sind in der Gewerkschaft der Flugsicherung organisiert (GdF). An diesem Streik sind über 200 Beschäftigte vom Flughafen Frankfurt beteiligt. Während des Arbeitskampfes konnte der Flugbetrieb aufrecht erhalten werden.

Dennoch waren viele innerdeutsche und europäische Flugverbindungen vom Streik betroffen. Besonders ärgerlich ist dies nach dem Urlaub buchen beim Reisebüro am Flughafen Frankfurt. Wenn der Flug verschoben wird, dann geht ein oder mehrere wertvolle Urlaubstage verloren. Ärgerlich wird es auch für Rückreisende, wenn der Anschlussflug in die Heimat ausfällt. Doch nicht für Urlauber wirkt sich der Streik am Flughafen Frankfurt nachteilig aus. Geschäftsreisende verpassen ihre Termine. In Folge dessen kommt es nicht zu wichtigen Verhandlungen. Der Vertragsabschluss fällt aus. Und das alles wegen dem Streik am Flughafen Frankfurt.

Mittlerweile erklärte das Arbeitsgericht den Streik für unzulässig. Das bedeutet für die Vorfeldarbeiter, dass sie ihre Arbeit wieder aufnehmen müssen. Es kam nicht zum geplanten völligen Stillstand, des größten deutschen Drehkreuzes, welcher große wirtschaftliche Schäden angerichtet hätte. Die Lufthansa überlegt sich sogar, ob sie gegen die Gewerkschaft der Flugsicherung eine Klage einreicht, denn nach Einschätzung des Arbeitsrichters hat die Gdf mit bestimmten Detailforderungen gegen die Friedenspflicht aus dem Fraport-Tarifvertrag verstoßen. Bei den Detailforderungen ging es um ein Nachtschichtverbot für ältere Mitarbeiter und Arbeitsschutzbestimmungen.

Natürlich kann die Gewerkschaft ihren Streik wieder aufnehmen, ohne auf diese beiden Forderungen zu bestehen. Da es sich dabei aber um die Hauptforderungen handelte, nahm das Arbeitsgericht der GdF den Wind aus den Segeln.

Durch den Streik entstanden der Lufhansa Schäden in zweistelliger Millionenhöhe. Nun überlegt die Lufthansa diese Summe einzuklagen.

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