Wer mit dem Flugzeug fliegt, bekommt unterwegs eine Mahlzeit serviert – und bei kurzen Flügen wenigstens einen kleinen Snack und ein Getränk. So waren es zumindest viele Flugpassagiere seit Jahrzehnten gewohnt. Doch spätestens seit sich die Billigflieger am Markt etabliert haben, ist das Essen im Flugzeug keine Selbstverständlichkeit mehr.

Über Geschmack lässt sich doch streiten

Von Passagieren wird das Thema oft kontrovers diskutiert. Die einen legen Wert auf möglichst günstige Flugpreise und verzichten dafür gern auf eine im Preis inkludierte Verpflegung an Bord, für andere dagegen ist das Essen im Flugzeug ein wichtiges Qualitäts- und Komfortmerkmal, und teilweise sogar ein entscheidendes Kriterium für die Auswahl einer bestimmten Fluggesellschaft.

Dabei haben beide Seiten durchaus gute Argumente. Wer Campingplatz Angebote über Lidl Reisen bucht, der wird auch ein Flugzeug lediglich dazu nutzen, um rasch und möglichst günstig von A nach B zu gelangen. Für diesen Fluggast ist ein standardmäßig angebotenes Essen im Flugzeug überflüssig und letztlich nur ein unnötiger Kostentreiber. Denn die Bordgastronomie stellt für die Airlines eine große logistische Herausforderung und zugleich auch einen erheblichen Kostenfaktor dar, der sich letztlich auch im Ticketpreis niederschlägt.

Umgekehrt legen gerade Vielflieger wie Geschäftsleute oder Politiker oft großen Wert auf das Essen im Flugzeug, weil ihre Terminpläne eng getaktet sind und sie den Flug ganz bewusst als Ruhepause oder eben als Gelegenheit für eine Mahlzeit unterwegs nutzen. Last but not least gibt es natürlich auch noch die kleine, aber feine Klientel der First-Class-Flieger, die angesichts des gezahlten Reisepreises ganz selbstverständlich ein mehrgängiges Essen im Flugzeug auf höchstem Niveau erwarten.

Großer Aufwand für kleine Mahlzeiten

Für die Fluggesellschaften ist es nicht leicht, hier den idealen Mittelweg zu finden. Da das Essen im Wesentlichen am Boden vorproduziert werden muss, aber trotzdem frisch und appetitlich schmecken soll, ist ein beträchtlicher Aufwand an Material und Technik erforderlich. Zum Teil müssen die Bordmenüs über 20 Stunden bereitgehalten werden, ehe sie serviert werden. Die Kosten für Kühlung und Erwärmung schlagen daher beim Essen im Flugzeug mit nicht geringen Summen zu Buche.

Hinzu kommt, dass auch eine Vielzahl an Sonderwünschen zu berücksichtigen ist. So gibt es beispielsweise spezielle Menüs für Passagiere, die beim Essen im Flugzeug aus religiösen Motiven auf der Einhaltung spezieller Regeln bei der Zusammensetzung und Zubereitung ihrer Speisen bestehen, oder die aus gesundheitlichen Gründen bestimmte Diätrichtlinien beachten müssen. Weiterer Punkt, aber kaum bekannt:
Die große Höhe macht sich offenbar auch bei den Speisen bemerkbar. So wird am Fraunhofer Institut daran geforscht, wie sich die Druckverhältnisse an Bord eines Flugzeugs auf das Aroma von Speisen auswirken.

Fazit: Essen im Flugzeug wird weiter ein kontroverses Thema bleiben.

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