Der Jetlag zählt zu den gefürchtetsten Begleitern vieler Fluggäste, die in eine andere Zeitzone reisen. Dabei trifft die grob mit „Zeitunterschied“ oder „Verzögerung“ einsetzende Anpassungsproblematik des Körpers an die veränderte Tageszeit nicht nur Fernreisende. Auch auf Kurzstrecken schlagen die dafür typischen Ermüdungs- und Erschöpfungssymptome häufig zu. Doch niemand muss deshalb auf eine Flugreise verzichten.

Biorhythmus in die Irre geführt

Jeder Mensch verfügt über eine „innere Uhr“, auch Biorhythmus genannt. Die innere Uhr tickt gewöhnlich mit dem Verlauf der Tages- und Nachtzeiten und passt sich örtlichen Temperaturschwankungen im Verlauf der Jahreszeiten durch die Erhöhung oder Erniedrigung der Körpertemperatur optimal den Gegebenheiten an.

Im Schlaf sendet der Organismus das Schlafhormon, genannt Melatonin aus. Es sorgt für eine erholsame Nachtruhe. Bei Morgengrauen nimmt der Melatoningehalt rapide ab. Die Müdigkeit schwindet dahin. Auf Flügen durch die Zeitzonen verlängert oder verkürzt sich jedoch der Tag für den Flugpassagier. Dies bringt den Schlaf-Wachrhythmus durcheinander. Der Mensch reagiert darauf mit Müdigkeit, innerer Unruhe und Schlafstörungen. Und dies ist dann der allseits bekannte Jetlag.

Vorbereitung ist das A und O

Insbesondere vor Langstreckenflügen empfiehlt es sich, schon circa eine Woche vor Reiseantritt den Körper auf die Zeitumstellung umzutrainieren. Dies gelingt bei Flügen in den Westen, indem die Nachtruhe um circa eine Stunde vorverlegt wird. Bei den für die Anpassung schwierigeren Flügen in den Osten gilt es umgekehrt, jeden Abend etwas später ins Bett zu gehen. Durch diese vorbereitenden Maßnahmen lässt sich der Jetlag etwas abmildern.

Rituale helfen bei der Umstellung

Während des Fluges sollten die Bordmahlzeiten zu den Servierzeiten eingenommen werden. Auf diese Weise passt sich der Organismus besser an die Zielzeit an. Achten Sie zudem auf leicht bekömmliche Speisen und ausreichend Flüssigkeitsaufnahme, denn schwer Verdauliches macht bekanntermaßen müde.

Geduld bringt jeden Jetlag zum Schmelzen

Wenn alle Bemühungen dennoch fehlschlagen, hilft nur eines: Geduld. Nach rund drei Tagen hat der Körper beispielsweise eine Reise von Berlin nach New York problemlos verkraftet und ist wieder fit für den Tag.

Fazit

Jetlag lässt sich zwar nicht ganz vermeiden, mit einigen Tricks kann man ihn aber zumindest abmildern oder ihm gelassen begegnen. Schließlich ist er eine normale Körperreaktion auf Zeitverschiebungen.

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